Nimm Dein Zepter in die Hand!
Oder: Die Angst vor der Bindung.

Inspiration zum Skorpion Neumond
Am 30. Oktober 2016
 

 

Jeder Neumond ist wie die kurze Pause zwischen Aus- und Einatmung, ein Moment der Energieleere und des Innehaltens. Wir können ihn als Saatmoment nutzen, um uns bewusst einzuloggen in die aktuelle Qualität der Zeit, stimmige innere Impulse setzen und loslassen, was nicht mehr passt.

 

Am Sonntagabend war Neumond im Skorpion, das Zeichen das passend zur Jahreszeit fürs große Stirb-und-Werde steht, für die tiefgreifenden Transformations-  und Wandelprozesse des Lebens, wie eben auch der Tod.

 

Wo Skorpion und Pluto/Mars im Horoskop stehen, können wir unsere tiefste Tiefe, stärkste Intensität und größte Wandlung erleben.

 

Hier geht es darum, etwas (in uns) sterben zu lassen, damit wir in unsere Wahrheit und Kraft kommen können. Die Macht unserer Sexualität gehört hier ebenso her, wie die Kraft der Bindung.  

 

 

Aufforderung zu Wahrhaftigkeit,
Verbindlichkeit und Transformation

 

Skorpion ist der UHU (ich meine den Kleber) des Kosmos. Er fordert uns heraus: was soll bleiben, was muss gehen. WOMIT will ich mich verBINDEN, WORAN will ich mich BINDEN, damit Neues entstehen kann? Nämlich das, was meinem Seelenplan, meiner tiefsten Wahrheit wirklich entspricht?

 

Worauf willst Du - einem Laserschwert gleich Deine Bindekraft richten? Was kannst oder musst Du dafür aber auch loslassen, damit Du Deine Energie kraftvoll auf das ausrichten kannst, wonach Deine Seele ruft?

 

Im letzten Impuls habe ich beschrieben, warum unser In-Beziehung-Sein aus astropsychologischer Sicht aktuell so sehr auf Reformkurs steht. Das betrifft übrigens alle unsere Beziehungen, nicht nur die romantischen, auch geschäftliche, freundschaftliche und immer auch die Beziehung: mit uns selbst.

 

Auf den letzten Text habe ich so viele Rückmeldungen erhalten wie noch nie. Das Thema bewegt also unserer Gemüter. Mich auch sehr!

 

 

Generation Beziehungsunfähig
oder heilen unsere Beziehungen?

 

Einer ganzen Generation wird ähnlich einer Volkskrankheit Beziehungsunfähigkeit attestiert - angeblich, weil es zu viele Möglichkeiten gibt.

 

Das scheint mir etwas kurz gegriffen. Was wenn wir im Gegenteil gerade an einem Wendepunkt stehen, in dem wir unser Miteinander, unsere Beziehungen heilen und völlig neugestalten können?

 

Im letzten Spiegel wird der renommierte wie erfahrene Paartherapeut Hans Jellouschek zitiert. Er beobachtet zwar auch eine Angst vor Verbindlichkeit. Dies aber nicht aus ‚Beziehungsunfähigkeit’, sondern aus Angst vor dem fehlenden GEFÜHL von Liebe.

 

Was bis dato einen Mangel an Gefühl von Liebe eventuell noch ausgleichen konnte - nämlich wirtschaftliche Abhängigkeit und gesellschaftliche Konvention – kann heute gegen fehlendes Gefühl nichts mehr ausrichten. Das ist doch spannend.  

 

Mir scheint das heißt zunächst: Abhängigkeit und Konvention tragen nicht mehr.  Ist das womöglich ein Segen?

 

 

Aus meiner Praxis:
Frauen und Männer in Not!

 

In meiner Praxis habe ich nicht nur mit jungen Frauen zu tun, die in große innere Konflikte geraten, wenn es darum geht, ob sie sich zwecks Familien-gründung richtig binden sollen.

 

Frauen die sich wünschen Mutter zu werden, aber eine große Angst davor haben, in ein Gefängnis zu geraten, das sie von sich selbst entfremdet (wenn sie sich überhaupt schon gefunden haben...) und aus dem sie ihr Leben lang nicht mehr rauskommen.

 

Auch Frauen, die sich nicht trauen, lust- und lieblose Beziehungen zu verlassen, weil sie nicht glauben, besseres verdient zu haben als das Wenige was sie da in Nicht-Beziehungen an lieblosen Brosamen bekommen.

 

Aber auch Männer kommen zu mir, die sich in ihren Beziehungen ungesehen und leer fühlen. Männer, die darunter leiden, dass ihre Frauen sie nicht lieben. Männer die sich bis zur Erschöpfung anstrengen, um es ewig unzufriedenen Partnerinnen recht zu machen.

 

Männer von denen Heilung erhofft wird, für die kein Partner der Welt zuständig sein kann. Kein Partner kann aus-gleichen, was Mütter oder Väter irgend-wann verzapft haben – an zu viel oder zu wenig Nähe.

 

Abhängigkeit, Bindungsangst
und die Flucht aus dem Kontakt.

 

Nicht nur Frauen „lieben zu viel“ oder sind (zu) abhängig von der Bestätigung durch ihr Gegenüber. Nicht nur Männer haben Bindungsangst und leiden unter Erstickungsgefühlen, wenn eine Verbindung enger wird.

 

Die Krisen, die sie dann so mutig werden lassen, sich Unterstützung zu holen und sich einer professionellen Wegbegleitung wie mir anzuvertrauen, treten bei den Frauen nur meist früher auf als bei den Männern.

 

Gemeinsam ist ihnen: Sie wollen lieben! Sie wünschen sich gelingende Partnerschaften! Sie wünschen sich lebendige Sexualität. Sie wollen aber auch wahr-genommen und wertgeschätzt werden.

 

Und viele erleben in ihren Beziehungen: ... sehr großen Druck. Druck der in der Begegnung dann oft so anstrengend wird, dass Gefühle von Lust und Liebe absterben.

 

Die Flucht aus dem Kontakt ist dann oft die angenehmere Variante als ihn zu halten. Die Fluchtwege und Abwehrstrategien sind nur sehr unterschiedlich.

 

 

Beziehungskiller:
Druck und Selbst-Entfremdung.
 

Die Ursachen für Unheil bringende Abhängigkeiten in Beziehungen wie auch für Bindungsangst liegen recht ähnlich. Gelernt wird früh: so wie ich bin, darf ich nicht sein oder bin ich nicht genug. Ich muss Vorstellungen anderer erfüllen, um dazu zu gehören und angenommen zu sein.

 

Auch darf ich nicht nein sagen und Grenzen setzen. Die Folge: Ich kann im Kontakt meine Grenzen entweder gar nicht wahrnehmen oder nicht aus-drücken - oder nur mit größten Schuldgefühlen. Das ist sehr beklemmend.

 

In beiden Fällen (der Beziehungssucht wie der Beziehungsflucht) ist das Selbst-GEFÜHL ist nicht gut ausgebildet. Damit fehlt ein gesunder innerer Kompass und es entsteht über die Jahre oft eine große Selbst-ENTFREMDUNG.  

 

Gefühle von innerem Druck, Zerrissenheit, Sinnlosigkeit oder Leere bringen sie spät erst ins Bewusstsein.

 

Auseinanderbrechende, wiederholt ungute (Nicht-)Beziehungen oder Misserfolge können dann eine heilsame Einladung sein, wach zu werden und einen Weg zurück zu finden. Und zwar immer erstmal zurück zu uns selbst.

 

 

Der Weg der Heilung:
Ein bedingungsloses Ja zu uns selbst.

 

Denn der Weg der Heilung führt meistens – und das ist das Paradox – eher weg von der Konzentration auf den Partner. Fast jede Beziehungsstörung hat ihre Ursache letztlich in einem schlechten Gefühl für sich SELBST, den eigenen RAUM und den eigenen WERT.  

 

Was oft und gerade auch wegen äußerer Erfolge sehr unbewusst ist: In der Regel haben Menschen mit Beziehungsproblemen ein geringes Selbstwertgefühl. Sie haben kein Gefühl dafür, was sie in ihrem tiefen Inneren und `NUR` aus sich SELBST heraus WERT sind. OHNE ihre Erfolge, all das was sie erreichen, schaffen und tun.

 

Ein deutliches Ja zu sich selbst zu lernen und sich damit auch ein Nein zu erlauben (es aber vom Gegenüber auch zu akzeptieren!), gehört zu dem Erlernen von Beziehungsfähigkeit.

 

 

Spieglein Spieglein:
Zeig mir wo ich (auf dem Schlauch) steh.

 

Wenn wir verstehen, dass jede (Nicht-) Beziehung ein Spiegel dessen ist, wo ich hier und heute (mit mir selbst) stehe, haben wir schon viel begriffen.

 

Dann brauchen wir der Welt da draußen nicht ständig Schuld in die Schuhe zu schieben und uns selbst damit gleich-sam klein und ohnmächtig machen.

 

Der Kosmos und auch unsere Herzen sind hochfrequente Schwingungsorgane. Wir ziehen an, was uns selbst und unserem State-of-Being entspricht.

 

Schätze ich mich selbst nicht WERT, kann ich keine wertschätzende Bezie-hung anziehen. Bin ich süchtig nach einem Du, um die Leere in mir zu stopfen, kann ich einem Partner auf Augenhöhe kaum begegnen, sondern allenfalls einen Handel eingehen.

 

 

Aus der Angst in Selbst-
Ermächtigung und reife Liebe.

 

Habe ich (vielleicht lange nicht wissend) große Angst vor echter Nähe, so beginnt die Reise damit, mir diese Angst überhaupt erst einmal zuzugestehen und mich mit ihr anzunehmen - genauso wie ich eben bin.

 

Hier beginnt die Liebe zu mir selbst, auch wenn ich dafür alle großartigen Vorstellungen und Masken von Größe und Stärke ablegen muss. Hier beginne ich mutig ich selbst zu sein, so wie ich wirklich bin.

 

Hier beginnt eine heilsame VerBINDUNG zu mir selbst – und damit auch zu: DIR.

 

In diesem Sinne von Herzen alles Liebe auf der Reise zu Dir Selbst
.. und von dort in mutige Beziehungen!

 

JULIA ENGEL*

 

 

 

Und hier noch mein Impuls für Dein persönliches
(nachträgliches und zeitliches :) Neumond-Update:

 

  • Wo erwartest Du Heilung von einem (welchen auch immer) Gegenüber und solltest das Zepter für Dein Leben und Deine Heilung selbst in die Hand nehmen? Für unsere Heilung sind wir immer nur selbst zuständig!

 

  • Wo hältst Du fest an einer Vorstellung von Beziehung, die Deinem gefühlten Sein gar nicht mehr entspricht? Das ist dann das Tod bringende am Skorpion: das Festhalten an Vorstellungen, die dem lebendigen Gefühl schon lange nicht mehr entsprechen.

 

  • Weißt Du, wer Du bist? Weißt Du, was Dir von Herzen wichtig ist im Leben? Was Du WERT schätzt, leben und teilen möchtest? Teilst Du diese Werte mit Deinen wichtigen Beziehungen? Stehst Du zu dem, was Du brauchst?

 

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Bild: Pixabay