Wenn scheinbar nichts mehr geht:
Surfen auf der Welle des Jetzt.

Inspiration zum Fische Neumond am 09. März 2016
 

Neumonde sind gute Momente, um inne zu halten und das Bewusstsein neu auszurichten auf das, was wirklich wesentlich ist. Jeder Neumond ist wie die kurze Pause zwischen Aus- und Einatmung, ein Moment der Energieleere und des Innehaltens. Wir können ihn als Saatmoment nutzen, um uns bewusst einzuloggen in die aktuelle Qualität der Zeit und stimmige innere Impulse setzen.

 

 

Fische steht für Rückkehr und Ursprung, für die ozeanischen Weite, in der sich der Kreis des Lebens schließt. Das Zeichen Fische gehört zum flexibel-beweglichen Kreuz und steht damit für anpassende Eigenschaften. Das Temperament ist melancholisch-träumerisch, die Haltung seelisch beweglich und beeindruckbar. 

 

Fische steht für eine anpassende und höchst flexible Energie-Qualität, die einfach fließt und sich hingibt an das, was ist – vollkommen absichtslos – und über alle Begrenzungen hinweg. Diese Energiequalität ist zu diesem Neumond besonders stark zu erleben... – wenn wir es zulassen können!

 

 

Hochsensibilität und Spiritualität:
Freud und Leid der dünnen Haut.

 

Fische betonte Menschen sind fantasievoll, mitfühlend, empfänglich, weich und hilfsbereit. Mitunter sind sie hochsensibel, was ihnen - solange sie dies nicht als Gabe für sich angenommen und ihr Leben entsprechend gestaltet haben – zunächst auch eine Last sein kann.

 

Die Hochsensiblen haben keine starken Ich-Grenzen. Sie können alles wahrnehmen um sich herum, verlieren aber darin oft das Gefühl für sich selbst. Sie haben die Gabe zur Allverbundenheit – um den Preis ihre eigenen Bedürfnisse nicht gut wahrnehmen zu können.  Die Masse an Informationen, die in sie eindringen, brauchen viel Zeit und Raum, um verdaut zu werden.

 

Die Durchlässigkeit und Grenzenlosigkeit des Fische Prinzips kann überfordernd und beängstigend sein – dies umso mehr, wenn sie noch nicht bewusst erfasst und integriert ist. Denn um die grenzenlose Weite des Neptunischen gesund (er-)leben und (aus-)halten zu können, ohne dass sie einen vom Boden spült, braucht es auch erstmal ein stabiles Gefäß, inneren Halt - und: Geduld!

 

Ganz ähnlich verhält es sich mit unseren Träumen und Sehnsüchten...:

 

 

Wie ein Elefant durchs Nadelöhr:
Der große Wurf auf dem Prüfstand.

 

In diesen Tagen ist alles, was planen und in großen Schritten zielstrebig vorangehen will, nicht so sehr von Erfolg gekrönt:

 

Saturn, zuständig für Struktur und Form, Fundament und weltlichen Erfolg, steht in Quadratur (Aspekt der Spannung und Unvereinbarkeit) zum Fische-Neumond. Eingebunden in diese Konstellation ist auch Jupiter, Regent über Fülle und Wachstum, der in Opposition steht zum Neumond und im Quadrat zu Saturn.

 

Unser sog. „Glücksplanet“ läuft also aktuell nicht nur rückläufig (Phase der Überarbeitung, Korrektur und Überprüfung – bis zum 10 Mai!), sondern auch noch durch das Zeichen, das wie kaum ein anderes seiner eigentlichen Natur - der Großzügigkeit, Expansion und Fülle - so entgegen steht wie die Detail genaue und zum Perfektionismus neigende Jungfrau.

 

Für unsere größten Erwartungen, Ziele und Hoffnungen heißt das im Moment: sie haben eine Prüfung zu bestehen. „Der große Wurf“ steht auf dem Prüfstand – und zwar bis ins letzte Detail. Unsere Träume und Sehnsüchte – darunter vor allem auch unsere kreativen, karitativen oder spirituellen Projekte - reiben sich an den Bedingungen und Begrenzungen von Materie und Realität.

 

Mit schnellen Lösungen ist unter dieser Konstellation nicht zu rechnen. Das kann nervenaufreibend sein – zumal wenn man Großes vorhat.

 

 

Wenn das Leben was Anderes will:
Hingabe an das, was wirklich ist.

 

Wie aber, wenn nicht mit dem uns vertrauten klaren, zügigen Vorangehen, können wir uns dann einschwingen auf diese Zeit? Was können wir machen, wenn die Dinge scheinbar nicht so laufen, wie wir uns das vorstellen? Wenn das Leben einen anderen Plan zu haben scheint, als wir selbst?  

 

Wir sind es so gewohnt, planvoll zu handeln und unsere Ziele anzustreben (die sog. männliche Energie). Darüber vergessen wir mitunter die andere Seite des Seins, das Empfangen und Schöpfen (die sog. weibliche Energie) und vor allem auch das Mitgefühl!

 

Beide Energie-Qualitäten gehören aber zu einem erfüllten und gelingenden Leben. Beiden Energie Qualitäten ihren Raum zu geben und in Ausgleich zu leben, gibt uns ein Gefühl von Ganzheit und Zufriedenheit. Das Prinzip Fische lehrt uns vielleicht die höchste Oktave der weiblichen Energie. Es lehrt uns Mitgefühl, Hingabe und bedingungsloses Vertrauen in den Fluss des Lebens.

 

Wenn das Leben was Anderes will, als unser eigener Dickkopf, dann lädt es uns ein! Es lädt uns ein, wieder einmal genau hinzuschauen, genau hinzuspüren, still zu werden und uns in Präsenz und Dankbarkeit zu üben. Es lädt uns ein, ihm selbst zu lauschen:

 

 

Dem Flüchtling in Dir begegnen:
Mitgefühl mit Dir selbst.

 

Es lädt uns ein, den Plan Plan sein lassen und dafür die Sonne, die sich grad so milde zeigt, dankbar zu empfangen. Es lädt uns ein, unsere langweilig schlauen Gedanken Gedanken sein zu lassen und dafür uns selbst einmal wieder zu fühlen.

 

Was ist wirklich? Wie fühle ich mich? Bin ich da wo ich bin – liebevoll mit mir selbst? Oder habe ich mich einmal wieder selbst verlassen, indem ich hart und lieblos war mit mir selbst – durch meine eigenen Urteile und Bewertungen oder auch selbst-überfordernden Ziele?

 

Es lädt uns ein, wieder einmal den Raum für Unvorhergesehenes aufzumachen und hier womöglich genau die Idee zu empfangen, die noch gefehlt hat.

 

Es lädt uns ein, das Bett und die Nachbarn, die uns in Krankheit und „ohnmächtigen Zeiten“ begleiten und wärmen, dankbar annehmen zu können – all die kleinen Geschenke, die wir so oft übersehen, weil wir grad anderes wollen als das was ist und weil wir in unserem Dickkopf, unseren Vorstellungen und Konzepten gefangen sind.  

 

Halte doch einfach mal an und schenk Dir selbst Dein ganzes Mitgefühl! Wir brauchen es so sehr, um in heilsamer Verbindung mit uns selbst und dem Leben sein zu können. Und von hier das zu geben, wofür wir letztlich da sind – nämlich unsere bedingungslose Liebe zum Leben.

 

 

Von Herzen alles Liebe für Deinen Weg!

Deine JULIA

 

 

 

 

Einladung zur Neumond Meditation:

"Begegnung mit Dir selbst."

Such Dir einen Platz, der Dir Geborgenheit gibt.

Halte innen und mach es Dir hier wirklich angenehm.

Kein Konzept von Meditationshaltung, spüre wirklich in Deinen Körper.

Was braucht der, um einige Minuten in Stille aus-halten zu können.

Vielleicht eine Stütze, Kissen, Decken?

 

Beginne die Meditation indem Du ganz bewusst Deinen Körper wahrnimmst.

Füße, Boden, Po. Sitz, Haut, Hände, Bauch, Gesicht...

Erforsche Dich und lass alles, was Du wahrnimmst, DA SEIN!

Nicht nachdenken: wahr-nehmen!

 

Nach einigen Minuten so:

Lenke Deine Aufmerksamkeit in Dein Herz.

Bleibe hier in der Wahrnehmung.

Spüre Deinen Atem, das Heben und Senken Deiner Brust.

Vielleicht kannst Du wahrnehmen, wie beruhigend dieser Atemrhytmus ist.

 

Stell Dir nun vor, Du sitzt selbst direkt vor Dir.

Welches Bild kommt da? Bist Du das selbst als Kind? Als Erwachsene?

Wie siehst Du aus? Wie geht es Dir? Was brauchst Du?

Lass Dich selbst - da einfach vor Dir sitzen - es gibt nichts zu tun.

 

Verbinde Dich nun vom Herzen her:

Stell Dir vor, Dein Atem fließt aus Deinem Herzzentrum zu Deinem Alter Ego.

Schenke Dir nun selbst einige Minuten Deines eigenen Atems.

Bleibe so in Mitgefühl und atme einfach.

Wenn Du kannst bleibe 10 Minuten dabei - 

und komme immer wieder zurück, wenn Du wandern gehst.

Nur Du, Dein Atem und Dein Mitgefühl für Dich selbst.

Beende die Meditation auf Deine Art und dann, wenn Du das Gefühl hast, 

Du hast Dich nun reich beschenkt und wirklich satt gemacht.

 

Ich wünsche Dir von Herzen Frieden und Mitgefühl mit Dir selbst!

Deine JULIA