Lebe lieber wild und frei!

Inspiration zum astrologischen Neujahr

am 07. April 2016
 

 

Neumonde sind gute Momente, um inne zu halten und das Bewusstsein neu auszurichten auf das was im Moment wesentlich ist. Jeder Neumond ist wie eine kurze Atempause zwischen Aus- und Einatmung, ein Moment der Energieleere und des Innehaltens. Wir können ihn als Saatmoment nutzen, um uns bewusst einzuloggen in die aktuelle Qualität der Zeit und stimmige innere Impulse setzen.

 

Am 07. April 2016 um die Mittagszeit ist Neumond im Zeichen Widder. Damit beginnt astrologisch das neue Jahr! Und wie!  

 

Dieser Neumond ist nicht nur deswegen von besonderer Kraft, weil er noch einmal eingebunden ist in die große Transformations-Konstellation von Pluto und Uranus, die wir schon seit einigen Jahren am Himmel und in unseren Leben hier unten am Wirken haben.

 

Hinzu kommt außerdem die große Kraft von Lilith, die freie wilde Seite der weiblichen Kraft und Saturn, der Herrscher über Zeit und Form. Alle zusammen prägen nicht nur diesen Neumond, sondern diesen gesamten astrologischen Jahresbeginn!

 

 

Aufbruch, Mut und Neuanfang!
 

Widder steht für Neuanfang, für unmittelbare und ungebrochene Lebenskraft, für Mut, Tatkraft und ein gesundes „Ja, ich will“. Genauso aber auch für ein gesundes, „Nein, ich will nicht!“ (Ausführlich zur Widder bzw. Mars Energie siehe im Beitrag vom...hier.)

 

Das große Pluto-Uranus Quadrat, das uns seit einigen Jahren begleitet und bereits tiefgreifende Veränderungen angezeigt hat, wird dieses Jahr nicht mehr ganz, aber doch noch einmal fast exakt. Der große Wandlungsprozess kommt damit langsam in seine letzten Züge.

 

Der morgige Widder-Neumond steht dabei in Konjunktion zu Uranus. Die erneuernde, reformierende und befreiende Seite (Uranus) der Konstellation bekommt damit eine besonders starke Ladung! Uranus (Freiheit) und Widder (Neuanfang) sind sich grün und gehen gut zusammen.

 

Es gibt nur noch einen Hinkefuß, aber der soll uns nicht abhalten, unseren Transformationsprozess mutig weiterzugehen: Pluto (gebundene Energie) steht noch im Quadrat und damit in Spannung zu Uranus (Umschwung bewirkende und befreiende Energie): 

 

 

Wenn der Sprengmeister mit dem Alleskleber...

 

Wir sind auf der einen Seite gebunden an bestimmte Vorstellungen, Beziehungen, Muster Prägungen und auch Verpflichtungen aus der Vergangenheit (Pluto in Steinbock). Auf der anderen Seite steht eine unglaublich dynamische, reformierende und erneuernde Kraft (Uranus in Widder).

 

Das ist zunächst einmal eine starke Spannung – ob wir wollen oder nicht.  Aber ohne Spannung kein kreativer Lebens- und Entwicklungsprozess!

 

Was passiert also, wenn der Sprengmeister und der Alleskleber des Universums miteinander ringen? Wie können wir diese langsam auslaufende, aber in ihrer Wirkung noch lange nicht zum Ende gekommene „Wachstumskrise“ positiv für uns nutzen?

 

Entweder radikalisieren (Uranus) alte Fixierungen (Pluto). Dann gibt’s nur leider Implosionen oder es entstehen Geschwüre.  Wo sich diese Radikalisierungen in kollektiven Prozessen finden lassen, braucht hier keiner näheren Erläuterung.  

 

Im persönlichen Erleben kann der Hang zu Depressionen besonders stark werden, wenn den erneuernden und befreienden Lebensimpulsen zu wenig Beachtung und Raum gegeben wird. Und wenn selbstzerstörerische und abwertende Glaubensmuster „die Macht in unserem Hause haben“ – und uns somit klein, ohnmächtig und eng halten.

 

 

Das Geheimnis der Freiheit aber
ist der Mut!

 

Oder – und das ist für jeden lebendigen Organismus der weit gesündere Weg:  
Wir erlauben dem Mutations- und Erneuerungsimpuls (Uranus) sich seinen Weg zu bahnen.

 

Dann nutzen wir diese Zeit, um freier zu werden - und zwar vor allem: innerlich frei! - und uns von überkommenen Fixierungen zu lösen.  Wir erlauben dem Neuen und noch nicht ganz Greifbaren, sich seinen neuen Weg zu bahnen - ungeachtet der Tatsache, dass wir das Ergebnis noch nicht in der Hand halten – und damit also gewisse Unsicherheiten in Kauf nehmen müssen.

 

Mit großer Wahrscheinlichkeit sind wir in dieser Wandel-Zeit sogar mit sehr tiefsitzenden, alten Ängsten konfrontiert. Umso besser! Denn was wir schauen und spüren können, das kann integriert werden und so Lösung finden.

 

Es braucht also ein wenig Mut. Mut, neue Wege zu gehen, überhaupt erstmal neu, mutig und groß zu denken, neu zu fühlen oder: überhaupt erstmal zu fühlen! Auch seinen tiefsten Ängsten ins Gesicht zu schauen, braucht wirklich Mut! Das gute daran ist: es setzt auch Energie frei! Runterdrücke oder Wegbetäuben hingegen nicht!

 

 

Sieh Deine Angst und
steige trotzdem in den Sattel.

 

„Mut ist, wenn Du Todesangst hast und trotzdem in den Sattel steigst!“, ist eins meiner Lieblingszitate – von John Wayne... ;-) Ich finde es einfach toll!

 

Mut ist die Fähigkeit, beherzt etwas anzugehen, dessen Ausgang ich noch nicht absehen kann. Mut heißt auch, dem was wirklich ist (!) mutig ins Auge zu schauen! Mut ist das Gegenteil von Furcht. Beides brauchen wir, um leben zu können! Mut ohne Furcht ist

waghalsig und vielleicht auch blöd. Angst ohne Mut kann bis zur Angststörung meine Lebensfreiheit völlig beschränken.  

 

Ich habe selten so viel psychosomatische Symptome um mich herum erlebt, wie in letzter Zeit. Plötzlich haben alle was mit dem Herz. Angst haben ist ok und völlig normal. Wir müssen alle keine nichts fühlenden Perfektions-Zombies oder alles betäubende Junkies werden. Schau hin, spür deine tiefste Angst und nimm sie in den Arm. Und dann steige trotzdem in den Sattel Deines Lebens!

 

 

Lilith leben: wild, frei und schöpferisch!

 

Hinzu kommt auch noch Lilith, die aktuell durch Waage läuft und in Opposition steht zum Widder-Neumond. Was für ein Gespann! Lilith ist die leidenschaftliche, tiefe, dunkle Seite der weiblichen Kraft. Sie steht für die wilde freie schöpferische Frau, die um die Ur-Kraft des göttlich Weiblichen weiß.

 

Wie alle astrologischen Themen kommt auch die Lilith bei Frauen wie Männern gleicher-maßen vor. Wenn Du eine Frau bist, wirst Du vielleicht besonders stark räsonieren – auch im Hinblick auf Deine eigene Weiblichkeit.

 

Vielleicht bist Du mit der Frage konfrontiert, wo Du mutiger, leidenschaftlicher und machtvoller Deine Rolle und Dein Selbst-Verständnis als Frau leben kannst. Wo Du deutlicher Ja und wo Du deutlicher Nein sagen solltest, um Deiner inneren Wahrheit gerecht zu werden. Wo du weniger lieb und angepasst sein solltest?

 

Ob Du Mann bist oder Frau: Welches mutige, schöpferische und machtvolle Projekt willst Du in die Welt bringen? Wo willst Du Deine Leidenschaft und Deinen Mut ganz Du selbst zu sein, ins Leben bringen? Sie steht es um die Kraft Deiner Sexualität?

 

Nutze den Neumond, um wirklich in Dich zu spüren!
Und dann lebe so wild und frei und schöpferisch wie Du kannst!

 

Von Herzen!

JULIA ENGEL

 

 

Und nun noch einige Anregungen für
ein persönliches Neumond-Update:

 

Kreiere Dir ein Ritual -  Schaffe Dir dazu einen Raum,
in dem Du ungestört bist und Deine Aufmerksamkeit ganz nach innen lenken kannst.
Spüre den Impulsen nach, die aus der Tiefe kommen.

 

Stell dir folgende Fragen:

 

  • Wo wärst Du gerne mutiger?
  • Was hindert Dich daran, es zu sein?
  • Was genau ist das für eine Angst oder Befürchtung?
  • Nimm diese Ängste liebevoll wahr & übe Dich wie im Artikel über die sanft-fühlende Kriegerin beschrieben.
  • Wie wäre es, wenn Du die Angst xyz nicht hättest..., wie würde sich das anfühlen?
  • Male Dir in allen Einzelheiten aus, wie es wäre, wenn Du den Mut hättest...
  • Dann definiere ein Ziel, das Du mutig erreichen willst, eine Grenze, die Du ausdehnen willst?
  • Wo kannst Du ganz aufrecht und deutliche sagen „ja, ich will“
  • Wo musst Du ganz aufrecht und deutliche sagen „nein, ich will nicht“

 

In diesem Sinne wünsche ich einen kraftvollen und energiereichen Frühlingsanfang!

Und ein wunderbares, wildes, freies, leidenschaftliches Neues Jahr!

 

Mit herzlichen Grüßen,

Julia Engel