Das Geheimnis der Freiheit ist unser Mut!

Oder: „Probiern geht über Studiern“.

Inspiration zum Astrologischen Neujahr am 28. März 2017

 

Neumonde sind gute Momente, um inne zu halten und das Bewusstsein neu auszurichten auf das, was wirklich wesentlich ist. Jeder Neumond ist wie die kurze Pause zwischen Aus- und Einatmung, ein Moment der Energieleere und des Innehaltens. Wir können ihn als Saatmoment nutzen, um uns bewusst einzuloggen in die aktuelle Qualität der Zeit und stimmige innere Impulse setzen.

 

Am 28. März 2017 ist Neumond im Zeichen Widder. Damit beginnt aus astrologischem Verständnis das Neue Jahr!  Nach einem maximal fordernden letzten astrologischen Jahr darf es nun wieder vorangehen. Endlich: Alle Kraft voraus! 

 

 

Wir machen den Weg frei:

Schubkraft am Himmel!

 

Zwar werden wir nicht umhinkommen, den Auswirkungen der Radikalisierungstendenzen der letzten Jahre zu begegnen (zum Welt verändernden Pluto-Uranus-Quadrat der letzten Jahre schrieb ich früher mehrfach). Hinzu kam die „große Schwäche“ des Saturn-Neptun-Quadrates im letzten Jahr. Alles nicht so ganz easy.

 

So fordernde Zeiten wie zuletzt erlauben uns, zu wachsen und neues Terrain zu erobern. Die Herausforderung dabei: sich nicht ins Bockshorn jagen und von der Angst regieren lassen! 

 

Die Angst macht uns seelisch und körperlich, geistig und weltlich, persönlich und gesellschaftlich eng. Lebensenergie blockiert, Mauern werden gebaut, Feinde werden überall gesehen, nur nicht im eigenen Schattenkabinett.

 

Persönliche Entwicklung aber will immer, dass wir Schritt für Schritt den Weg zu innerer Freiheit und gefühlter Weite finden, dass wir immer mehr Unstimmiges und Unwesentliches weglassen, dass wir Klarheit finden über unseren Weg und Zugang haben zu unserer ur-eigentlichen Kraft. 

 

Die gute Nachricht: Wir haben bis weit nach 2018 hinein eine wunderbar kraftvolle Konstellation für alle, die so richtig durchstarten wollen. Uranus (Reform, Individuation, Vernetzung) und Saturn (Struktur, Form, gewachsene Werte) geben sich die Hand! Das ist eine Mega-Schubkraft für stimmige (!!) Projekte und Vorhaben. 

 

Dazu an späterer Stelle mehr! (hier eintragen und Newsletter abonnieren.)

 

 

Pionier und Anfängergeist:

Aus Lust an der Freud!

 

Heute „begegnen sich scheinbar“ Sonne (das aktiv bewusst gestaltende, sog. männliche Prinzip, auch der innere Held, der innere Vater) und Mond (das rezeptiv empfangende, nährende, sog. weibliche Prinzip, auch die innere Mutter) am Himmel im Zeichen Widder. Damit beginnt ein Mondzyklus, der im emotionalen (Mond) wie bewussten (Sonne) Erleben von dieser Energie geprägt ist. 

 

Die Widder Kraft entspricht dem Pionier- und Anfängergeist, dem mutigen Macher, der aus Lust an der Freud in die Handlung geht, ausprobiert und dabei in Kauf nimmt, auch mal Fehler zu machen. Die Frühlingskraft will „einfach leben“, machen, lustvoll erkunden und erobern, ohne zu viel Kopf!

 

Die Widder Kraft ist nicht Expertengeist (von dem die meisten von uns sich über zu lange Zeit eine zu große Portion anstudiert, angelernt, angekopft haben). 

 

Die Widder Weisheit liegt nicht in Bücherwissen und großen Theorien, sondern vielmehr in der eines unschuldigen Kindes, das aus Lust an der Freud (wenn sie ihm nicht verhagelt wird), die Welt erobern will und dabei x-mal hinfällt, ums am Ende selbst erfahren und gelernt zu haben.

 

Wo im Horoskop Widder regiert und wie Mars steht, sagt etwas darüber aus, wie jemand mit seienr (spontanen!) Tat- und Initiativkraft identifiziert ist, über seine Bereitschaft und Fähigkeit, in die Handlung zu gehen oder sie zu verweigern. 

 

 

„Mut ist,
wenn Du Todesangst hast...

 

Beide Richtungen - sowohl in die Handlung zu gehen als aber auch, sie unter Umständen zu verweigern - kann uns bisweilen eine ganze Portion Mut abfordern:

 

Mut ist die Fähigkeit, beherzt etwas anzugehen, dessen Ausgang ich noch nicht absehen kann. Mut heißt auch, dem was wirklich ist, mutig ins Auge zu schauen und ihm nicht auszuweichen (siehe Neumond Impuls Fische). Und das kann eben auch unsere nur allzu menschliche Angst sein.

 

Mut wird mitunter als Gegensatz von Angst gesehen. Der Mutige scheint angstfrei und weniger mit Angstgefühlen belastet zu sein. Es entspricht jedoch vielmehr der psychischen Wirklichkeit, dass die Angst und der Mut keine gegenteiligen und sich gegenseitig ausschließenden Empfindungen sind. 

 

Beides sind Gemütsverfassungen, die stark miteinander kontrastieren. Sie liegen in einer starken Spannung, schließen sich aber nicht gegenseitig aus. Sie ergänzen einander. Der Mut treibt an, die Angst bremst.

 

 

... und trotzdem in den Sattel steigst!“

 

Um Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, kann Mut auch in der Überwindung unbegründeter oder überhöhter Ängste bestehen. Andererseits will Angst vor nicht verantwortbarem Tun warnen. 

Beide brauchen wir, um leben zu können. Mut ohne Furcht wird waghalsig und närrisch. Angst ohne Mut kann bis zur Angststörung und Handlungslähmung die Lebensfreiheit völlig beschränken. Mut schafft Handlungsfähigkeit zwischen Wahnwitz und Angstlähmung. 

Die Initiativkraft des Mutes muss sich allerdings in einer realen Situation beweisen. Sie wird nicht in einem Wunsch oder einer Vorstellung lebendig, sondern in der Bereitschaft, sich in eine konkrete - eben als gefährlich oder fordernd erlebte - Situation hineinzubegeben. 

Wir kommen nicht drum rum, uns an der Realität zu reiben und eben „trotzdem in den Sattel zu steigen“, wenn wir mutig unser Leben leben wollen. 

 

 

Die Freiheit nehm´ ich mir:

Dies ist mein JA und das ist mein NEIN!

 

 

Aber auch eine Handlung zu verweigern, kann uns einigen Mut abfordern. Sowohl das Tun als auch das bewusste Nicht-Tun kann uns immer auch Nachteile bringen und Opfer abfordern. Jede Entscheidung schließt immer auch etwas aus. Und immer können wir auch scheitern.

 

Beide Richtungen – unser bewusstes JA FÜR oder unser NEIN GEGEN - erfordern ein gewisses Maß an Wertebewusstsein, Eigenständigkeit im Denken und Durchsetzungsvermögen: 

 

Wofür oder wogegen bin ich? Was ist mir wirklich wichtig? Weiß ich, was mir guttut und was nicht? Wo will ich überhaupt in den Sattel steigen? 

 

Menschen, die in einer Lebenskrise stecken oder auch schon lange an Depressionen, Ängsten oder Süchten leiden, haben oft resigniert und nehmen sich gar nichts mehr vor. Der Lebensraum wird dann sehr eng, das Leben insgesamt unfrei. 

 

 

Aufbruch, Mut und Neuanfang:

JA! Das bin ich, YEAH!

 

Hier gilt es dann in der beratenden oder therapeutischen Begleitung, Werte zu finden, für die es sich lohnt, das Leben wieder in die Hand zu nehmen. Etwas wichtig finden, ist basale Grundlage für gesunden Lebensmut – trotz immer auch der Gefahr des Scheiterns.

 

Wir haben das Glück, im neuen astrologischen Jahr mit einer wunderbaren Uranus-Saturn Energie gesegnet zu sein. Kaum eine Konstellation kann mutige Vorhaben, so gut unterstützen wie diese.

 

Sei so mutig, Deine Angst zu spüren und dann steige trotzdem in den Sattel Deines Lebens! 

 

In diesem Sinne wünsche ich von Herzen
ein erfüllend mutiges, lustvoll vitales Neues Jahr! 

 

JULIA ENGEL

 

 

 

Inspiration für Dein persönliches Neumond Ritual:

 

  • Nimm Dir einem Moment Zeit für Dich und horche in Dich hinein.
  • Konzentriere Dich auf Deine Körpermitte, deinen gesamten Bauchraum.
  • Vielleicht kannst Du ein Bild von (D)einem inneren Krieger/in oder Pionier/in hervorrufen.
  • Male es Dir ganz genau aus: Wie sieht er/sie aus, was hat er/sie für Gaben und Kräfte.
  • Wo in Deinem Leben wärst Du gerne mutiger? 
  • Was hindert Dich daran, es zu sein?
  • Was genau ist das für eine Angst oder Befürchtung?
  • Nimm diese Ängste einfach liebevoll wahr und an. 
  • Wie wäre es, wenn du diese Angst nicht hättest, wie würde sich das anfühlen? 
  • Bitte Deine innere Krieger/in um Unterstützung und Kraft.
  • Male Dir es ganz genau aus, wie es wäre, wenn Du den Mut hättest, „es zu tun“...
  • Was ist Dir so wichtig im Leben, dass Du auch ein Risiko des Scheiterns eingehen würdest?
  • Welchen ersten machbaren Schritt kannst Du heute dafür gehen?
  • Finde einen runden Abschluss für Dein Ritual.